Blumentopf – bunt und vielfältig

Blumentopf – bunt und vielfältigKönnen Sie sich ein Leben ohne Pflanzen vorstellen? Nein, vermutlich nicht. Jeder hat in Bezug auf Pflanzen so seine Vorlieben: Kakteen, Palmen, blühende Zimmerpflanzen, Kräuter und auch die Nutzpflanzen können in der Wohnung gezogen werden.  Jede benötigt ihren eigenen Platz, ihren eigenen Blumentopf. Nur so können optimale Bedingungen für jede einzelne Pflanze gegeben werden. Doch Blumentöpfe unterscheiden sich, nicht nur in Größe und Farbe. 

Kübel oder Topf?

Von Pflanztöpfen wird gesprochen, wenn es sich um Pflanzbehältnisse in der Größe bis zu einer Höhe von maximal 20cm. Ab dieser Höhe wird von einem Pflanzkübel gesprochen. Allerdings sind die Übergänge zwischen diesen Bezeichnungen eher fließend. So wird vielfach von einem Pflanzkübel erst ab einer Höhe von 50cm gesprochen. Aber letztlich wissen wir ja alle, was gemeint ist, nicht wahr? 

Pflanztopf und Übertopf

Für die meisten mag diese Unterteilung nicht neu sein. Und dennoch ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass man die Pflanze, gleich welcher Art, nicht direkt in den Übertopf pflanzen sollte. Der Übertopf ist nämlich das I-Tüpfelchen, wenn man es so ausdrücken möchte. Ein- oder mehrfarbig, mit oder ohne Muster oder Applikationen drückt er den Stil des Wohnungsinhabers aus. Für ein gutes Wachstum der Pflanze ist er allerdings nicht zwingend notwendig. Wenn man so möchte, ist er ein Teil der Dekoration. Nicht selten besitzt der Übertopf im Gegensatz zum Pflanztopf keine unteren Öffnungen mehr. Somit können sie auch ohne weiteren Untersetzer verwendet werden. 

Der Pflanztopf ist für jede Pflanze essentiell. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass dieser die bestmögliche Größe für die Pflanze aufweist. So sollte die Pflanze den Topf gut ausfüllen. Erscheint sie verloren in einem großen Topf, ist dieser gegen einen kleineren auszutauschen. Passen von der Pflanze bis zum Rand noch 2-3 Finger, so ist dies der optimale Zustand. Sie hat Platz, sich auszubreiten, aber auch genügend Halt, dass sie nicht im Topf umkippen oder abbrechen kann.  Zudem ist immer darauf zu achten, dass der Wurzelballen über genügend Platz verfügt. Die Pflanze kann immer nur so gut wachsen wie ihr Wurzelballen. Wird diese eingeengt, verringert sich das Pflanzenwachstum drastisch. 

Sonderformen

Auch diese werden uns über den Weg laufen. Deshalb sollen sie gleich an dieser Stelle vorgestellt werden: 

  • Der Torftopf: Er wird zur Anzucht junger Pflanzen sowie für die Vermehrung von Pflanzen eingesetzt. Bei ihm entfällt ein eventuelles Umtopfen, da er vollständig in den Boden oder einen größeren Topf umgesetzt werden kann. Das Material wird voll in die Blumenerde integriert. Neben den regulär geprägten Torftöpfen werden auch die Torfquelltöpfe angeboten. Sie nehmen erst Form an, wenn sie mit Wasser in Berührung und zum Aufquellen gebracht werden. Die Saat wird zuvor hineingesetzt. 
  • Der Orchideentopf: Dieser transparente Topf wurde speziell für Orchideensorten entwickelt, die chlorophyllhaltige Wurzeln treiben. Ohne die Aufnahme von Sonnenlicht über die Wurzeln kann diese Orchideenart nicht wachsen, nicht am Leben erhalten werden. 
  • Der Pflanzkasten: Wir alle kennen die Balkonkästen, in denen die blühenden Sommerpflanzen auf uns hinunter lachen. Sie sind länglich und rechteckig, sodass sie nicht allzu breit vom Balkon oder Fensterbrett auf den Gehsteig hinausragen. Nicht nur auf Balkon, Terrasse und Fensterbrett können sie zum Einsatz kommen. Sie machen sich auch fantastisch, wenn man sie am Zaun aufhängt. Es ist dann nur wichtig darauf zu achten, dass das Zaunelement den Pflanzkasten in Bezug auf das Gewicht halten kann. 
  • Hydrokultur: Die Pflanztöpfer der Hydrokultur sind speziell gefertigt, besitzen vermehrte Öffnungen zum Eindringen des Wassers und sind zudem mit einer Vorrichtung versehen, in der ein Wasserstandsanzeiger angebracht werden kann. So sitzt die Pflanze niemals im Trockenen. Während die anderen Pflanztöpfe auch ohne Übertopf verwendet werden könnten, ist dies bei der Hydrokultur grundsätzlich nicht möglich.
  • Kombination Hydro- und Erdkultur: Diese Kombination ist sehr beliebt, nicht nur bei Personen, die dazu neigen, das Gießen der Pflanzen zu vergessen. Bei diesen Töpfen befindet sich am unteren Ende ein Wasserreservoir, das mit einem Trennboden von einer Schicht Blähton (Hydrogranulat) getrennt ist. Über diesem finden wir die reguläre Erdschicht mit dem Wurzelballen der Pflanze. Mittels eines Wasserstandsanzeigers ist stets dafür gesorgt, dass der Pflanze genügend Wasser zur Verfügung steht. 

Womit werden Pflanztöpfe befüllt?

Für die Hydrokultur wird ein spezielles, wasserspeicherndes Granulat verwendet, das in unterschiedlichen Stärken erhältlich ist. Auch wenn es nicht den Anschein hat, sollt es einmal im Jahr ausgetauscht werden. So wie es in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, ist es auch fähig, Mineralien, die sich im gelösten Zustand im Wasser befinden, ab- bzw. einzulagern. Dadurch verringern sich allerdings die wasserspeichernden Eigenschaften. 

Orchideen bedürfen einer besonderen Erde, die im Pflanzenfachgeschäft problemlos erstanden werden kann. 

Alle anderen Pflanzen kommen mit einer guten Pflanz- oder Blumenerde aus. Selbstverständlich sollte man darauf achten, dass man eine qualitativ hochwertige Pflanz- / Blumenerde verwendet. Die Pflanzen werden es einem zu danken. Zwar werden viele unterschiedliche Pflanz- und Blumenerden für bestimmte Pflanzen angeboten. Allerdings sollte man wissen, dass dieser Erde lediglich ein bestimmter Dünger bereits zugefügt wurde. So ist die Pflanze mit allen notwendigen Nährstoffen alleine durch das Einsetzen der Spezialerde versorgt und gedeiht für gewöhnlich prächtig. Bei regulären Pflanz- und Blumenerden muss entsprechend der Anforderungen der Pflanze gedüngt und gewässert werden. 

… und ein weiterer Blumentopf

Eine Version zur Interpretation des Begriffes „Blumentopf“ sollte zu guter Letzt noch aufgeführt werden. Denn viele Menschen sprechen von einem Blumentopf, wenn sie das Endergebnis in den Händen halten. Sie halten also bereits den Pflanztopf mit der Pflanze sowie einen eigens ausgewählten, optimalen Übertopf in den Händen. 

Sicherlich wird in einem Blumentopf für gewöhnlich nur eine Pflanze gesetzt. Man kann allerdings auch verschiedene Pflanzen in einen großen Topf setzen und somit ein Gesamtgebilde kreieren, sodass ein harmonisches Ganzes entsteht. Dies wird unter anderem mit verschiedenen blühenden Balkonpflanzen, aber auch mit Kräutern gerne gemacht. Gerade bei kleineren Küchen erleichtert dieses Arrangement die Verwendung frischer Kräuter um einiges, da man sich aus einem einzigen Topf bedienen kann. 

Blumentöpfe – für jeden Pflanzenliebhaber sind sie ein absolutes Muss. Stets sollte man einige vorrätig haben. Denn Pflanzen tauchen aus dem Nichts auf und wollen mitgenommen werden. Sie bereichern unser Leben, reinigen die Luft und verleihen mitunter den Mahlzeiten den nötigen Kick. Auf Blumentöpfe zu verzichten, hieße auf Pflanzen zu verzichten. Damit ginge ein Stück Lebensqualität verloren.